De  En 

Über uns

Wie alt muss man sein, um den Finanzmarkt zu verändern? Finn Schönefeldt war neunzehn, als er 2014 Lieblingskapital gegründet hat. Alt genug, um die Finanzkrise mit ihren weltweiten Auswirkungen bewusst mitzuerleben. Jung genug, um reale und virtuelle Welt als Einheit wahrzunehmen. Genau im richtigen Alter, um sich von den Erfolgsgeschichten digitaler Start-ups begeistern zu lassen und vom „Alles ist möglich“ überzeugt zu sein. 

Dennoch war die Idee für Lieblingskapital keine Eingebung, sondern hat sich vor dem Hintergrund handfester Erfahrungen und individueller Interessen herauskristallisiert. Finn Schönefeldt beobachtete bereits als Schüler des Wirtschaftsgymnasiums die Finanzmärkte und beschäftigte sich mit Börsen und Anlagemöglichkeiten. 2011 versuchte er sich selber als Kleinaktionär. „Von dem wenigen Geld, das ich damals zur Verfügung hatte, habe ich mir Aktien eines Solarunternehmens gekauft. Leider eine falsche Entscheidung.“ Schon wenige Monate nach dem Kauf der Werte meldete das Unternehmen Insolvenz an, die Kurse stürzten ab. „Ich hatte alles verloren, das war hart. Aber der Verlust hat mich angefeuert, nach alternativen Anlagemöglichkeiten Ausschau zu halten.“ 

Die fand er auf dem Markt für Besonderes und Bleibendes: dem Markt für Sachwerte. „Mich interessierten damals schon seit längerem außergewöhnliche Uhren, die Handwerkskunst, die dahinter steckt und die Geschichten, die damit verbunden sind.“ Nach einem mehrmonatigen bezahlten Auslandspraktikum konnte er sich dann selber eine gebrauchte Manufaktur-Uhr leisten. „Ich werde den Moment nie vergessen, in dem ich sie endlich in der Hand hielt.“ 

Um dieses Lieblingsstück zu finden, hatte der Gründer sich lange und intensiv mit dem Uhrenangebot beschäftigt. Dabei stellte er schnell fest, dass der Uhrenmarkt bis dato komplex und intransparent war. „Ich fand es absolut nicht mehr zeitgemäß, dass ich mich beim Kauf der Uhr auf das Wissen weniger Experten und einige mühsam recherchierte Zusatzinformationen verlassen musste. Und das, obwohl wir im digitalen Zeitalter leben und es jede Menge objektive Daten gibt.“ 

Die Idee für Lieblingskapital war geboren. Mit den Methoden moderner Informationsverarbeitung sollten die Daten über den Uhrenmarkt zusammengefasst, ausgewertet und für jedermann nutzbar gemacht werden. „Die Idee hatte für mich doppelten Reiz, weil die Informationen nicht nur für Sammler interessant sind, sondern auch für Anleger. Insbesondere die letzten Jahre haben gezeigt, dass ein Investment in Uhren und auch in andere Sachwerte angesichts der allgemeinen Entwicklung am Finanzmarkt eine kluge Alternative ist.“ 

Inzwischen hat Finn Schönefeldt bewiesen, dass seine Idee funktioniert. Auf Lieblingskapital lässt sich die Wertentwicklung von Uhren und anderen Sachwerten wie Oldtimern und Weinen einfach und bequem nachvollziehen. Die Märkte für Sachwerte werden transparent, schwarze Schafe haben es schwerer. „Mein Ziel ist es, allen den Zugang zum Sachwertemarkt zu erleichtern, indem ich auf Lieblingskapital das nötige Wissen dafür bereitstelle.“ So kann jeder ein mündiger Sammler und Anleger werden und damit seine Unabhängigkeit vom etablierten Bankensystem erhöhen.